Ersturkundliche Erwähnung Aubings im Jahr 1010

Die Darstellung der Urkundenübergabe durch König Heinrich II. an Vertreter des Klosters Polling in der heutigen Pfarrkirche von Polling bei Weilheim in Oberbayern

In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts hatte Bayern schwer unter häufigen Raubzügen der an der unteren Donau siedelnden Ungarn zu leiden. Nach einer vernichtenden Niederlage bei Pressburg im Jahre 907 war der bayerische Herzog Arnulf gezwungen, sein Heer zu reformieren. Um die wirtschaftlichen Grundlagen seiner Heerführer zu sichern, enteignete der Herzog kurzerhand Grundbesitz der Klöster. Auch die in Aubing gelegenen Güter des Klosters Polling waren betroffen. Die Ungarnnot endete im Jahre 955 mit der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg.

Am 16. April 1010 ließ der deutsche König und nachmalige Kaiser Heinrich II., „der Heilige“ in der Reichkanzlei zu Regensburg eine Urkunde ausfertigen, mit der dem inzwischen zum Augustiner-Chorherrenstift gewordenen Polling sein Besitz in Aubing und weiteren sieben Dörfern zurückgegeben werden sollte. Obwohl der Rechtstitel mit Ausnahme des Zehents nie vollzogen wurde, ist die Urkunde dennoch von großer Bedeutung: das bis in das 5. Jahrhundert zurückreichende Aubing wird als Ubingun erstmals beim Namen genannt.

Die Wiederkehr dieses Datums im Jahr 2010, also nach genau 1000 Jahren, war für die Bürgerinnen und Bürger des 22. Stadtbezirks der LH München der Anlass, mit etwa 100 größeren und kleineren Veranstaltungen dieses Jubiläum zu feiern.

Die Szene oben findet sich in der heutigen Pfarrkirche von Polling bei Weilheim/Oberbayern und stellt die Übergabe dieser Urkunde an die Mönche des Klosters Polling dar.

Näheres zur Urkunde erläutert diese Seite.

Ausschnitt aus dem Festlogo, der die Beteiligung aller drei Ortsteile betont.

Unter diesem Symbol, das ein Teil des offiziellen Festlogos war und besonders die Beteiligung aller drei Teile des Stadtbezirks, nämlich Aubings, Neuaubings und der Siedlung am Westkreuz, betonen wollte, informierten wir Sie zeitnah und aus erster Hand über das Festjahr 2010.

Zum Inhalt

Ziele

Zweck des Vereins ist die Förderung der Kultur und Heimatkunde im 22. Stadtbezirk der LH München.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Planung, die Koordination und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen für das Festjahr 2010 anlässlich der erstmaligen urkundlichen Erwähnung Aubings im Jahre 1010, durch das Abhalten von Vorträgen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen über die geschichtliche Entwicklung und durch die Herausgabe einer Festschrift zum Jubiläumsjahr. Der Verein wird auch als Förderkörperschaft i. S. d. § 58 Nr. 1 AO tätig. Er beschafft Mittel und leitet diese an steuerbegünstigte Körperschaften zweckgebunden für die Förderung der Heimatkunde weiter.